Flämische Kommission

Die flämische UNESCO-Kommission wurde am 14. Februar 2003 von der flämischen Regierung gegründet. So verfügt Flandern über ein eigenes Organ, das die flämische Regierung in den Kompetenzbereichen der UNESCO beraten kann und eine enge Zusammenarbeit zwischen Flandern und der UNESCO ermöglicht.

Kerntaken

Kernaufgaben:

Die flämische UNESCO-Kommission erfüllt folgende Kernaufgaben:

  • Die aktive Einbindung der Zivilgesellschaft (vor allem der intellektuellen Kreise, der Fachwelt sowie der wichtigsten Kultur-, Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen) in die Aktivitäten der UNESCO:
  1. indem sie als Bindeglied zwischen der UNESCO und der flämischen Gemeinschaft fungiert
  2. indem sie die Öffentlichkeit über die Werte der UNESCO informiert
  3. indem sie Aktionen zur Verwirklichung der Ziele der UNESCO anregt und entwickelt.
  • Stellungnahmen abgeben – auf Anfrage der betreffenden Minister oder auf eigene Veranlassung – in Bezug auf folgende Fachbereiche der UNESCO:
  1. die flämische Regierung und die politischen Entscheidungsträger
  2. der UNESCO-Sitz in ParisDas flämische Departement für auswärtige Angelegenheiten finanziert die flämische UNESCO-Kommission und ernennt ihren Generalsekretär. Die Verbindung der beiden Partner wird durch eine Kooperationsvereinbarung formalisiert.

Mitglieder der flämischen Kommission

Die Kommission kann bei der Verwirklichung ihrer Aufgaben auf die Fachkompetenz und Tatkraft ihrer Mitglieder zählen: Zwölf Mitglieder fassen Beschlüsse, sieben weitere verfügen über eine beratende Stimme. Die Mitglieder werden von der flämischen Regierung ernannt und bringen sich mit ihrem Fachwissen in einen oder mehrere Kompetenzbereiche der UNESCO ein: Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Die stimmberechtigten Mitglieder und diejenigen mit beratender Stimme werden von der flämischen Regierung für eine Amtszeit von sechs Jahren ernannt, die einmal verlängert werden kann.

Kontaktformular

Alle velden zijn verplicht

Arbeitsprogramm

Die flämische UNESCO-Kommission und die belgische französisch- und deutschsprachige UNESCO-Kommission setzen sich beide für die Verwirklichung der Aufgaben der UNESCO ein, deren Ziel es ist, eine Kultur des Friedens auf der Welt zu verbreiten. Die Aktionsschwerpunkte der belgischen UNESCO-Kommissionen liegen insbesondere im Bereich Armutsbekämpfung, nachhaltige Entwicklung und interkultureller Dialog. Bildung, Wissenschaft, Kultur, Kommunikation und Information bilden ihrerseits die Instrumente zur Umsetzung dieser Ziele.

Die flämische UNESCO-Kommission hat zwei Querschnittsthemen in ihr Arbeitsprogramm 2017-2022 aufgenommen, die ihr als Leitfaden dienen:

  • Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals oder SDGs):. Diese Ziele bilden die neue weltweite Agenda der Vereinten Nationen und sollen bis 2030 die Lebensbedingungen möglichst vieler Menschen verbessern.
  • Krise und Übergänge: Mit diesem Thema will die flämische Kommission zum Wiederaufbau in Ländern beitragen, die sich in einer Übergangsphase befinden. Dies geschieht im Wesentlichen durch einen besseren Zugang zu hochwertiger Bildung, den Schutz kultureller Ausdrucksformen und Güter sowie durch die Stärkung der freien Meinungsäußerung.