UNESCO

Als Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO) leistet die UNESCO ihren Beitrag zur Friedensschaffung, zur Armutsbekämpfung, zur nachhaltigen Entwicklung und zum interkulturellen Dialog durch Bildung, Wissenschaft, Kultur, Kommunikation und Information. Die UNESCO zählt aktuell 195 Mitgliedstaaten.

Die Leitidee der UNESCO steht in ihrer Präambel (1945): „Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.“ In diesem Sinne will die Organisation die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur fördern und sich für den Aufbau unabhängiger Medien einsetzen, die Kommunikations- und Informationsfreiheit begünstigen.

Die UNO hat 2015 die Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet (Sustainable Development Goals / SDGs). Diese Ziele bilden die neue weltweite Agenda, die eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Weltbevölkerung bis 2030 anstrebt. Die Agenda beinhaltet 17 ehrgeizige Ziele, die alle aus Zielvorgaben bestehen, die innerhalb der nächsten 15 Jahre realisiert werden sollen. Die UNESCO wendet sich der Verwirklichung von neun Zielen zu, für die ihre Expertise und ihre führende Position anerkannt werden.

Die UNESCO übernimmt eine federführende Rolle bei der Koordination der Agenda 2030, die sich für inklusive und hochwertige Bildung sowie für den Zugang aller zum lebenslangen Lernen einsetzt (Ziel 4). Dank ihrer Programme trägt die UNESCO dazu bei, die Geschlechtergerechtigkeit sowie die Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen zu fördern (Ziel 5). Die Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den globalen Schwerpunkten der mittelfristigen Strategie der UNESCO für die Jahre 2014 bis 2021.

Dank ihrer Forschungsprogramme zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und zum Aufbau wissenschaftlicher und technischer Kapazitäten trägt die UNESCO dazu bei, den Zugang zu Trinkwasser zu gewährleisten (Ziel 6) und die Bedeutung der Wissenschaft, der Technologien und der Innovation für die nachhaltige Entwicklung sichtbar zu machen (Ziel 9). Die UNESCO fördert die Entwicklung von Fachwissen über die Ozeane und trägt zur nachhaltigen Nutzung der Ozeane und Küsten bei (Ziel 14). Über ihre Welterbestätten und Biosphärenreservate engagiert sie sich für den Erhalt der Biodiversität und die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen (Ziel 15). Die Organisation unterstützt ebenfalls Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Anpassung an seine Folgen (Ziel 13).

Die UNESCO nimmt aktiv an der Schaffung inklusiver, sicherer und widerstandsfähiger Städte teil, indem sie sich unter anderem dem Erhalt des Kultur- und Naturerbes der Menschheit widmet (Ziel 11). Schließlich kämpft die Organisation für den öffentlichen Zugang zu Informationen und für die Sicherheit von Journalisten, sie setzt sich zudem für die Förderung einer verantwortungsvollen Regierungsführung und des Rechtsstaats ein (Ziel 16).

Durch ihre Konventionen, die als Arbeitsmittel zur Durchführung ihrer Programme dienen, spielt die UNESCO eine wichtige normative Rolle. Belgien und seine drei Gemeinschaften haben folgende 14 Übereinkommen unterzeichnet:

Schon seit 1948 bringt die UNESCO den UNESCO Courier heraus, eine hochangesehene und anspruchsvolle Publikation, die der Öffentlichkeit die Organisation und ihr Vorgehen in sämtlichen Kompetenzbereichen näherbringt.

Die Ausgaben erscheinen mittlerweile digital und sind so für jedermann frei zugänglich.